Ein »Gipfeltreffen« junger Künstler (Westfalenblatt 15.07.17)

Bildschirmfoto 2017-07-15 um 11.04.07

Gesamtschule Quelle: In der Projektwoche arbeitet der sechste Jahrgang mit Profis. 

Quelle(kw). Die Projektwoche des sechsten Jahrgangs mit anschließender Präsentation gehört zu den Höhepunkten des Schuljahres an der Gesamtschule Quelle. 120 Mädchen und Jungen zeigten jetzt, was sie an drei Tagen mit Unterstützung von neun Künstlern gemalt, getanzt, fotografiert und gesprüht haben.

Seit 2003 gibt es die Projektwoche »Artists@school«. Einige der Künstler sind zum wiederholten Mal dabei und sind selbst begeistert über die Arbeit in den Klassenzimmern. »Für die Schüler ist es ein großer Schritt, sich hinzustellen und zu posieren«, freut sich zum Beispiel Veit Mette über die Entwicklung der Mädchen und Jungen seiner Gruppe. Der Fotograf stellt sein Know-how und auch sein Equipment schon zum vierten Mal für »Artists@school« zur Verfügung. In diesem Jahr haben die Schüler Mode aus Alltagsgegenständen entworfen und selbst hergestellt. Grenzen gab es keine, und so entstand sogar ein Kostüm Kunstrasen inklusive dekorativem Fußball. Dass die Modelle auch tragbar sind, wurde beim anschließenden Foto-Shooting bewiesen.
Mit Feuereifer dabei waren die Schüler auch beim Tanzprojekt von Ulla Agbetou. »Dance Fusion« war das Thema. In nur drei Tagen haben die Tänzer Musik ausgewählt, sich für Choreografien entschieden und die Bewegungsabläufe perfekt aufeinander abgestimmt. Keine Projektwoche ohne Theater: Die Gruppe um Indira Heidemann zeigte anhand der antiken Sage von Pyramus und Thisbe absichtlich, was alles bei einer Theaterinszenierung schief laufen kann – zum großen Vergnügen der Zuschauer.
An vier Stellwänden zeigten Schüler ihre Cartoons, die sie mit Hilfestellung von Fabrice Magdanz gezeichnet und in Szene gesetzt haben. Statt auf »Klein«-kunst haben die Schüler in der Gruppe von Denis Kelle auf Großformate gesetzt. Beim Graffiti-Workshop ging es jedoch nicht nur darum, drei große Wände farbenfroh mit Sprühfarbe zu gestalten. Die Schüler gaben bei ihrer Präsentation auch einen Einblick in die Geschichte der noch jungen Kunstform, die demnach in den frühen 70er Jahren von einem Pizzajungen in New York kreiert wurde.
Nicht zu übersehen war auch das Ergebnis der Projektgruppe um Julia Krüger. Auf großer Plane hatten die Schüler einen Entwurf zur Geniale in Bielefeld gestaltet: einen riesigen Regenbogen in leuchtenden Farben, dazu Fuß- und Handabdrücke. Ein Riesen-Leporello »Queller Kulturbote«, das die Schüler mit Hilfe von Gitte Klise entwarfen. Dreidimensional waren dagegen die Skulpturen, die Schüler aus der Gruppe um Torsten Rehm aus Kupferblechenschnitten und bogen. »Wer bin ich? Wer möchte ich sein?« titelte ein Musikvideo, das Philipp Wachowitz mit Schülern drehte.
Für so viel Kreativität gab es donnernden Applaus vom Publikum und von den Lehrern Diana Freise und Markus Fricke, die die Projektwoche koordinierten und als »Gipfeltreffen« lobten. Schulleiterin Kirsten Bergmann dankte den Sponsoren sowie den Schülern des zwölften Jahrgangs, die mit ihrem Know-how in Sachen Licht und Ton zum Gelingen der Präsentation beitrugen.

Foto: Westfalenblatt