Über die Zeitung wird gesprochen (Westfalen-Blatt 18.07.2017)

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Werner Haskenhoff spendiert Gesamtschule Quelle ein Abo.

Bielefeld(HHS). Im Schülercafé der Queller Gesamtschule lesen die Mädchen und Jungen der Mittelstufe ab sofort das WESTFALEN-BLATT. Werner Haskenhoff macht’s möglich – mit einem Patenschaftsabo dieser Zeitung.
Für den Steinhagener, der in dritter Generation ein Fleischerfachgeschäft mit Partyservice betreibt, gehört die Zeitung wie selbstverständlich zum Alltag dazu. Das gelte für die Familie, aber auch für die drei Standorte, zwei in Steinhagen und einer in Halle. »Die Mitarbeiter können sich hier jeden Tag informieren.«
Der Kontakt zur Queller Gesamtschule ist über einen alten Freund zustande gekommen. Mit Meik Tischler, früher in Diensten des SV Gadderbaum und des TSV Amshausen so etwas wie eine Legende im Fußballkreis Bielefeld und heute Lehrer in Quelle, hat Haskenhoff schon in der Jugend zusammen gekickt. »Er hat mich auf die Patenschaftsaktion aufmerksam gemacht«, sagt Haskenhoff.
Schulleiterin Kirsten Bergmann nimmt das Abo sehr gerne an. »Das ist für uns eine ganz wichtige Sache. Denn die Zeitung selbst zu finanzieren, lässt unser Schulbudget nicht zu.« Bereits die ersten Wochen hätten gezeigt, dass die Schüler der Klassen sieben bis neun sehr rege von dem Angebot Gebrauch machen.
Insbesondere die Jungen würden sich morgens auf den Sportteil stürzen. »Sie wollen wissen, ob über ihren Verein berichtet wird. Und wenn sie sogar selbst erwähnt oder abgebildet werden, wird die Zeitung durch die Schule getragen und stolz herumgereicht«, sagt Kirsten Bergmann. So sorge die Zeitung auch für Kommunikation. »Gemeinsam in das Blatt zu schauen ist etwas anderes als einen Link zu versenden. Hier wird gleich drüber gesprochen.«
Damit es nicht nur bei der Sportlektüre bleibt, ist auch an der Queller Gesamtschule ein Zeitungsprojekt im internen Lehrplan verankert. Bergmann: »Die Schüler sollen die Zeitung verstehen, sie sollen die Ressorts und die unterschiedlichen Stilmittel kennen lernen.« Und mit der Zeitung, gerade mit einer Lokalausgabe, in der Hand sei das deutlich einfacher zu vermitteln als mit dem Schulbuch.

Foto: Westfalen-Blatt

 

 

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